Mobilität im Überblick

Wie sich die Anteile der verschiedenen Verkehrsmittel derzeit verteilen, lässt sich anhand des regionalen sogenannten Modal Split zeigen.

Das Auto ist im Landkreis Ebersberg noch immer das meistgenutzte Transportmittel, während das Fahrrad eine sehr geringe Rolle spielt. Die Dominanz des PKW ist wohl auch durch die einerseits sehr gute Erschließung durch örtliche und überörtliche Straßen und andererseits durch die für viele Landkreisbürger notwendige Überwindung einer größeren Distanz zu erklären. Das gilt sowohl für die Wege zum Arbeitsplatz als auch für Freizeitaktivitäten. Dabei wird häufig ein unzureichendes ÖPNV-Angebot angeführt und, zumindest subjektiv, so wahrgenommenen.


Genutztes Hauptverkehrsmittel [%] im Landkreis Ebersberg
nach Ergebnissen der MiD 2008

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Bei der Nutzungshäufigkeit öffentlicher Verkehrsmittel ist festzustellen, dass 16% der Bürger tägliche Bus- oder Bahnfahrer sind und weitere 15% diese an einem bis drei Tagen in der Woche nutzen. Dem gegenüber steht mehr als ein Viertel der Einwohner des Landkreises Ebersberg, die nie oder fast nie mit Bus oder Bahn fahren, weitere 20% seltener als monatlich. Auch diese Grafik bildet die Dominanz des PKW als Verkehrsmittel ab. Indirekt lässt sich schließen, dass für die Nutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel noch deutliche Potenziale vorhanden sind. Trotz einer flächendeckend guten ÖPNV-Erschließung nutzen rund 26% der Befragten die öffentlichen Verkehrsmittel im MVV nie oder fast nie.

 

Nutzung von Bus oder Bahn in der Region in Anteilen der Bevölkerung

Im Jahr 2009 lag der Motorisierungsgrad bei 646,8 Kfz je 1000 Einwohner, 2011 unter Annahme von 129.764 Einwohnern (Stand: 30.06.2011; Landratsamt Ebersberg, 2012b) bei 658,9 Kfz bzw. 534,1 PKW je 1000 Einwohner. Der Motorisierungsgrad steigt demnach weiter an.

Für die Zukunft der Mobilität im Landkreis ist es daher essentiell, sich mit flexiblen innovativen, intelligenten, zukunftssicheren und kosteneffizienten Entwicklungen im Bereich Mobilität auseinanderzusetzen. Neben der Förderung der Nutzung des vorhandenen Öffentlichen Verkehrs sind auch flexible Bedienformen, wie Rufbusse, aber auch alternative Antriebstechnologien, Hybrid- oder Elektro-Autos sowie Pedelecs bedeutsam für die lokale und regionale Mobilität und daher bei allen diesbezüglichen Überlegungen zu berücksichtigen.
Ihr Ansprechpartner:
 
Augustiuns Meusel
Landratsamt Ebersberg
Wirtschaftsförderung und Regionalmanagement

augustiuns.meusel@lra-ebe.de
08092 823 114