Schulprojekt Sonnendächer

Schüler auf der Suche nach dem perfekten Dach

Die Stadt Ebersberg benötigt 42.000 MWh Strom im Jahr. Schon heute werden 13,7% davon durch Photovoltaik-Anlagen auf Dächern von Schulen, Firmen und privaten Hauseigentümern erzeugt.Das Potenzial ist jedoch bei Weitem nicht ausgeschöpft, wie der Energienutzungsplan des Landkreises aufzeigt: PV-Module auf bisher noch freien Dächern könnten nahezu die Hälfte des jährlichen Strom­bedarfs decken!

Doch wie kann man Hausbesitzer motivieren eine PV-Anlage auf ihrem Dach zu installieren?

Um den Bewohnern das Potenzial deutlich zu machen haben die Stadtverwaltung Ebers­berg und die Energieagentur Ebersberg das Projekt „Sonnendächer" ins Leben gerufen. Nach dem erfolgreichen Modell aus Poing machten sich SchülerInnen der Mittelschule Ebersberg mit tatkräftiger Unterstützung ihrer Lehrer auf die Suche nach potenziellen Dächern für PV-Anlagen.Zuerst fertigten die SchülerInnen der Klassen 9dm und 9em nach eigenen Entwürfen Klemm­bretter für die Datenerhebung an.

Auf einer Auftaktveranstaltung erklärten Frau Lang von der Stadt Ebersberg, Herr Wochermeier (Fa. Wochermeier & Glas) und Frau Fischer von der Energieagentur die Klimaschutzbestrebungen des Landkreises und der Stadt Ebersberg sowie Hintergründe zur Sonnenenergie. Anschließend begaben sich die Schüler auf Erkundungstour durch Ebersberg. Dabei erfassten sie insgesamt 562 Dächer. SchülerInnen des sozialen Zweiges bereiteten unter­dessen ein reich­haltiges Büffet vor. Im Anschluss wurden Fragebögen für die Hausbesitzer erstellt und versendet. Die sehr erfreuliche Rücklaufquote von 33% liefert eine gute Datenbasis, die nun noch weiter ausgewertet wird und die Grundlage bildet für eine gezielte Information und Beratung.Den Abschluss des Projekts markierte die offizielle Übergabe der ausgewerteten Fragebögen an den Arbeitskreis Energiewende 2030 und den Bürgermeister Walter Brilmayer.

Jetzt bleibt nur noch die Frage offen: Wieviele neue Sonnendächer wird Ebersberg bekommen?