Plastikmüll vermeiden – praktisch, einfach, realistisch

Mo., 12.11.2018, 19:00 - 21:00 Uhr, Zorneding, Großer Sitzungssaal im Rathaus, Schulstraße 13

Fachgespräch Energiewende der Energieagentur Ebersberg-München

Plastik ist zum Sinnbild der Moderne geworden – mit gravierenden Folgen für Umwelt und Gesundheit. Denn Plastik verseucht unsere Meere, vermüllt unsere Umwelt und gefährdet Tiere. Mikroplastik findet man inzwischen überall. Auch in Nahrungsmitteln, die wir zu uns nehmen, und am Ende landen die kleinen Plastikteilchen über die Nahrungskette in unserem Blutkreislauf. Aber geht es wirklich nicht ohne? Manuela Gaßner berichtet, wie sie ihr Leben vereinfachte, indem sie ihren Müll zu Hause drastisch reduzierte. Und sie gibt praktische, einfache und vor allem realistische Tipps, was wir im Alltag tun können, um den Plastikmüll wirkungsvoll zu verringern. Zudem zeigt sie, dass ein Zero Waste Leben Spaß macht, einfacher, hochwertiger, gesünder, bodenständiger, günstiger ist und dazu noch unabhängiger und selbstbestimmter macht.
 
Dr. agr. Manuela Gaßner ist beruflich als Speaker, Dozentin, Workshopleiterin und im Bereich Projektmanagement unterwegs. Gemeinsam mit ihren drei Kindern lebt Manuela Zero Waste, also (fast) ohne Müll zu produzieren. Mehr zur Referentin erfahren Sie auf http://www.einfachzerowasteleben.de
 
In einem bis auf den letzten Platz gefüllten Rathaussaal führte Manuela Gaßner mit aufrüttelnden Bildern vor Augen, was der hemmungslose Plastikeinsatz der letzten Jahrzehnte auf der Erde bewirkt hat - untermauert durch erschreckende Zahlen. Doch dass wir alle mit Achtsamkeit, guten Ideen und Schritt für Schritt viel verändern können, zeigten ihre anschaulichen Beispiele.
Die Präsentation können Sie in Kürze hier herunterladen.
 
Anschließend berichtete Corinna Dörr von dem Plastikmüll-Stammtisch, den sie in Zorneding mit Gleichgesinnten ins Leben gerufen hat. Angefangen hat es mit einer Fastenzeit, in der sie und ihre Familie bewusst auf Plastik verzichtet haben. Der Erfolg, nur noch einen statt fünf gelbe Säcke zu füllen, motivierte sie, danach weiter zu machen.Stammtischtermine werden regelmäßig auf der er Homepage  veröffentlicht, Interessierte sind sehr willkommen.
Schon länger beschäftigt sich Familie Skeide aus Zorneding mit dem Thema. Mit großem Engagement hält Falk Skeide Vorträge in Kindergärten und Schulen. Begeistert sind bereits die Kleinen dabei, wenn sie so zu Plastikmüll-Piraten ausgebildet werden. Falk Skeide hatte eine große Mottorradtour rund um die Ostsee unter das Motto gestellt, auf die zunehmende Vermüllung der Umwelt durch Plastikabfälle aufmerksam zu machen.
 
Lesen Sie mehr im Bericht im Merkur vom 14.11.2018: Plastikmüll vermeiden ist gar nicht so schwer.
 
In der angeregten Diskussion wurden weitere Anregungen ausgetauscht, aber auch einige Fragen gestellt.
Dazu im Folgenden weitere Informationen.
 
Die Plastikmüll-Piraten und der Plastikmüll-Stammtisch in Zorneding
Informationen zu Treffen finden Sie auf der Zornedinger Gemeindeseite in der Rubrik Veranstaltungen
Mehr Infos 

Bücherliste

  • Besser leben ohne Plastik, von Anneliese Bunk, oekom Verlag Februar 2016
  • Noch besser leben ohne Plastik,  von Nadine Schubert, oekom Verlag September 2017
  • Wie wir Plastik vermeiden - und einfach die Welt verändern, Will McCallum, Ullstein, September 2018
  • Fünf Hausmittel ersetzen eine Drogerie, smarticular, April 2018
  • Selber machen statt kaufen, smarticular, verschiedene Ausgaben, z.B Haut und Haar oder Küche
  • Zero Waste: Weniger Müll ist das neue Grün, von Shia Su, Verlag Freya, April 2017

Unter http://www.einfachzerowasteleben.de finden Sie Informationen über "Das Zero Waste Nähbuch" und das Buch "Weniger ist Mehr", das nicht nur Informationen und Tipps für den Landkreis Freising gibt, sondern auchviele Rezepte und Informationen zu den einzelnen Bereichen. Beide Bücher von Frau Gaßner erscheinen im Dezember.
 
Einkaufsratgeber Mikroplastik
Der BUND-Einkaufsratgeber gibt Ihnen Auskunft darüber, in welchen Kosmetikprodukten sich Mikroplastik und andere Kunststoffe verstecken. Der BUND aktualisiert den Ratgeber regelmäßig. Sie können den Ratgeber als PDF unter diesem Link herunterladen
 
Das Umweltbundesamt beantwortet Fragen rund um Bioplastik
"Tüten aus Bioplastik sind keine Alternative" - lesen Sie hier weiter
 
Probleme mit Plastik auf Kompostierhöfen?
Auf Kompostierhöfen werden Bio-, Grün- und Gartenabfälle zu Erde verarbeitet. Fremdstoffe werden auf den Komposthöfen aussortiert, z.T. manuell, bei einigen Anlagen auch mit maschineller Unterstützung. Störstoffe sind u.a. Biokunststofftüten, die für das Sammeln von häuslichem Kompostabfall eingesetzt werden. Da diesesich nur sehr langsam zersetzen, müssen Sie bei der Kompostierung auf Komposthöfen mit einem Umsetzungszyklus von 4 bis 6 Wochen entfernt werden. Besser wäre, von vornherein den häuslichen Kompost in Zeitungspapier oder ähnlichem zu sammeln.
Auch das Problem von möglichem Mikroplastik in Kompostiererde wird derzeit im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung analysiert.
Bei Auffälligkeiten, z.B. Restplastik in ausgebrachter Komposterde, können sich Bürger und Bürgerinnen an das Landratsamt Ebersberg, Sachgebiet 16 Kommunale Abfallwirtschaft (Hr. Hötzel unter Telefon 08092/823-244) wenden.
 
Hilfreiche Apps
 Energiespartipps zur Müllvermeidung
Veranstalter: Energieagentur Ebersberg-München in Kooperation mit dem Energie-Forum Zorneding